Durchradeln an Donau, Ohe und Ilz


Verbindungs-Radweg im Ohetal ist für den Verkehr freigegeben


Fußmarsch auf dem neuen Radweg: Christian Bernreiter (Mitte), Manfred Riedl, Bürgermeister und an Planung und Bau Beteiligte gaben den geschotterten Weg offiziell frei. (Foto: Binder)
 



Deggendorf. Die Verbindung ist geschaffen - Radler können ab sofort vom Donau-Radweg direkt zum Donau-Ilz-Radweg durchstarten. Der neu geschaffene Ohetal-Radweg ist ein Landkreis-übergreifendes Projekt, und „die Baumaßnahme ist geglückt“. Dafür hat sich Landrat Christian Bernreiter gestern auf dem neuen Radweg bei Kopfsberg bedankt. Mit ihm zusammen gaben die am Projekt Beteiligten den Radweg offiziell für den Verkehr frei: die stellvertretenden Landräte Peter Erl und Josef Färber sowie stellvertretender Landrat Manfred Riedl aus Passau, Bürgermeister Georg Krenn aus Vilshofen, stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Stocker aus Hofkirchen, die Bürgermeister Alois Zellner aus Iggensbach, Alois Oswald aus Schöllnach und Michael Klampfl aus Außernzell, Inge Edmeier und Lothar Rader vom Deggendorfer Landratsamt sowie Bauhof-Mitarbeiter und die ausführende Firma Fischl aus Viechtach waren dabei.
Vier Wochen haben die Bauarbeiten am Radweg gedauert - wesentlich mehr Zeit hatten die mehrmaligen Planungsänderungen im Vorfeld eingenommen, erklärte Bernreiter. Vor allem seinen Stellvertretern dankte er da für ihre Arbeit, auch beim Verhandeln mit Grundstückseigentümern. Die ursprünglich geplante Trasse konnte aufgrund der Probleme beim Grunderwerb nicht gebaut werden.
Mancher aufkeimenden Kritik, der geschotterte Weg sei für Rennradfahrer und Inline-Skater nicht benutzbar, trat der Landrat entgegen: Ganz bewusst habe man sich dafür entschieden, um die Belange des Naturschutzes zu wahren. „Wir haben nie etwas anderes gewollt. Schon die Vorgabe war kein Vollausbau, sondern die Verstärkung der bestehenden Befestigung des öffentlichen Feld- und Waldwegs“, machte Bernreiter klar. Jedoch sei dafür gesorgt worden, dass Rettungskraftwagen im Notfall den Weg befahren und dort auch wenden können.
Die Gesamtkosten für den Radweg sind mit 250 000 Euro veranschlagt, jedoch werden die Kosten deutlich unterschritten. Gefördert wird das Projekt außerdem zu 30 Prozent aus FAG-Mitteln und zu 50 Prozent aus dem auslaufenden Interreg IIIa-Programm - denn der Radweg gilt als Anbindung an den Grenzraum. Die verbleibenden Kosten teilen sich der Landkreis Deggendorf, der Markt Hofkirchen, die Stadt Vilshofen und der Landkreis Passau.
Der Radweg verlässt den Donau-Radweg vor Oberschöllnach bei Hofkirchen und folgt der Kleinen Ohe in ihrem Tal. Der nicht asphaltierte Weg führt bis Kopfsberg, wo rund 200 Meter auf einer ruhigen Nebenstraße zurückgelegt werden. Kurz vor Binderberg biegt der Ohetalradweg links ab und führt entlang des Scherbachs nach Iggensbach, wo er in den Donau-Ilz-Radweg mündet. Eine weitere Anbindung an den Donau-Ilz-Radweg soll ebenfalls noch ausgeschildert werden: Ab Kopfsberg können die Radler auch über Außernzell und Gemeindeverbindungsstraßen wieder auf den Weg gelangen.
Für Planung und Bauleitung war die Tiefbauverwaltung des Landkreises zuständig. Die Viechtacher Firma Fischl hat die Straßenbauarbeiten erledigt und die Firma Donauasphalt hat mit Hilfe des gemeindlichen Bauhofs Iggensbach den Weg im Bereich eines Anwesens verbreitert.
Die Idee für den Verbindungsradweg habe Vilshofens früherer Bürgermeister Hans Gschwendtner gehabt - auch dafür dankte Bürgermeister Alois Zellner „im Namen der Bürger aus Iggensbach“. Alle Beteiligten haben sich wunderbar eingebracht, stellte er fest. „Dieser Radweg verbindet Generationen - und das Landkreis-übergreifend.“ - kw

 

 

Iggensbacher sehen Probleme beim Radweg


Kritik an der fachlichen Ausführung - Am Donnerstag Begehung mit Landratsamt

Bürgermeister Alois Zellner (l.) und mehrere Gemeinderäte machten eine Begehung der neuen Radweganbindung (v.l.): Reinhard Feilmeier, Helmut Simmerl, 2. Bürgermeister Alois Emberger, Oskar Wagenpfeil, 3. Bürgermeister Martin Zitzelsberger, Egon Planazs, Verwaltungsleiter Karl Datzmann und Heinz Schiller. (Foto: Baier)

 

Iggensbach. Die Arbeiten für den Ausbau des Forst- und Waldwegs von Schöllnstein nach Kopfsberg und von Kopfsberg bis nach Iggensbach sind abgeschlossen. Damit ist der Lückenschluss vom Donau-Ilz-Radweg zum Donau-Radweg vollbracht. Trotzdem können Bürgermeister und Gemeinderat ein gewisses „Bauchgrummeln“ nicht unterdrücken, wenn über die fachliche Seite des Ausbaus gesprochen wird. Bürgermeister Alois Zellner hatte seinen Gemeinderat zu einer Begehung eingeladen. Herausgekommen ist eine ellenlange Liste, in der festgehalten wurde, was noch verbessert werden müsste. Lothar Rader, stellvertretender Tiefbau-Sachgebietsleiter am Landratsamt, stellt dazu auf Anfrage klar, dass die Maßnahme noch nicht abgenommen sei. Generell sei aber nur eine Verbesserung des bestehende Wegs geplant gewesen. „Ein Vollausbau war von Anfang an nicht drin.“ Mit Bürgermeister Zellner wird er die Situation jedoch am Donnerstag vor Ort begutachten.
Die Iggensbacher monieren zum einem die Engstelle beim Anwesen Meindl in Kopfsberg. Gemeinderat Egon Planazs hatte schon vor der Begehung alles schriftlich festgehalten: „Die Umfahrung des Anwesens ist nicht behindertengerecht ausgebaut, zu steil und zu schmal.“ Doch bereits in dieser Woche soll die Situation entschärft werden, in dem der Baumbestand ausgelichtet wird.
Nicht weit vom Anwesen Meindl gibt es über die Ohe einen Steg: Die Auffahrten zum Steg sind beiderseits kaum befestigt. Der dünne Mörtelspritzauftrag halte keiner Belastung, geschweige denn einem Hochwasser stand, so die Gemeinderäte. Den Belag könne man im Laufe der Zeit eventuell noch verbessern, so Rader. Allerdings könnte dort auch ein Schild „Radfahrer absteigen und schieben“ nötig sein. Das soll u.a. bei einer Verkehrsschau geklärt werden.
Der weitere Streckenabschnitt in Richtung Schöllnstein wirft erneut Fragen bei den Iggensbachern auf: Es sind so gut wie keine Wendeplätze vorhanden. Planazs: „Ein Rettungsfahrzeug kann unter Umständen von Schöllnstein aus bis zum Steg gelangen. Die Anfahrt und Rettung von Kopfsberg her ist nicht möglich, da hier die Ohe nicht überquert werden kann.“ Auch Rader hält Wendeplatten für notwendig. Allerdings seien der Tiefbauverwaltung, die den Radweg-Ausbau plante und abwickelte, durch den Naturschutz die Hände gebunden.
Wie berichtet, wurde die ursprüngliche Wegführung von Kopfsberg nach Wollmering nach Einspruch eines Anliegers fallen gelassen. Die Anbindung führt jetzt von Kopfsberg nach Iggensbach, vorbei an der Kläranlage und mündet über den Scherbachweg in die Hofmark ein. Ob der Radwegbelag hält oder sich noch verdichtet? Nicht wenige Gemeinderäte befürchten Beschädigungen durch den notwendigen Forstbetrieb und Freizeitreiter. Planazs hat Zweifel an der Stabilität des Straßenbelags. Dazu stellt Rader fest, dass der Belag mit jedem Walzen fester und stabiler werden. Mehr sei jedoch jetzt vor dem Winter nicht mehr möglich. Im Frühjahr bringe der Unterhalt mehr.
Nach dem Fußmarsch waren sich Bürgermeister und Gemeinderat einig: Der Lückenschluss durch eine herrliche Naturlandschaft bringt für die Gemeinde Iggensbach eine touristische Aufwertung. Der Fragenkatalog ist aber durch den nicht erfolgten Vollausbau eher dicker als dünner geworden. Die Gemeindevertreter haben offenbar Angst, dass ihr die Kosten für den Unterhalt über den Kopf wachsen könnten. Deshalb suchen sie den „Schulterschluss“ mit dem Landkreis. 

 

Bayerisches Landesamt für

 Statistik und Datenverarbeitung

 

 

An die Geschäftsstellen-,

Verwaltungsleitung

der Gemeinde Iggensbach

 

EVS 2008 - Information

Sehr geehrte Damen und Herren,

im letzten Jahr hatten wir die Gemeinden gebeten, uns bei der Information der Öffentlichkeit über die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe zu unterstützen. Inzwischen haben sich fast 10 000 Haushalts bereit erklärt, ein Haushaltsbuch zu führen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis hat auch die Information über die Gemeinden beigetragen. Wenn ich mich heute nochmals mit der Bitte um Unterstützung an Sie wende, hat das folgenden Grund:

Zuverlässige Informationen über die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte aus allen Bevölkerungsschichten sind die Voraussetzung für zahlreiche sozialpolitische Entscheidungen. Nähere Informationen zur EVS finden Sie unter http://www.statistik.bayern.de/evs2008.

Trotz der insgesamt positiven Resonanz suchen wir weiter dringend Freiwillige, die sich an der EVS beteiligen, um ein repräsentatives Bild der wirtschaftlichen Situation der Gesamtbevölkerung zu bekommen. So sind bestimmte Bevölkerungsgruppen wie etwa Selbständige derzeit noch unterrepräsentiert. Die Teilnehmer erhalten nach Abschluss der Erhebung als Dankeschön eine finanzielle Anerkennung von 60 bis 75 Euro. Der Datenschutz ist natürlich wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik umfassend gewährleistet.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sie uns nochmals bei der Information über die EVS unterstützen würden. Dazu bitte ich Sie, die aktuelle Pressenotiz http://www.statistik.bayern.de/pressemitteilungen/archiv/2008/LfStaD/27_2008.php im Mitteilungsblatt Ihrer Gemeinde, auf ihren Internetseiten, in Rundschreiben an die Gemeindebediensteten oder auf sonstige, Ihnen geeignet erscheinende Weise zu veröffentlichen. Gerne stellen wir Ihnen die Pressemitteilung als pdf-Datei oder als Word-Dokument zur Verfügung.

Falls Sie in Ihrem Bürgerbüro bzw. Ihrer Bürgerinformation an geeigneten Stellen ein Plakat des Landesamts zur EVS auszuhängen wollen, wenden Sie sich bitte an Frau Saal vom EVS-Team, die Sie unter 09721-2088 254 erreichen.

Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Schmidt

Regierungsdirektor


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Bayer. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
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